Allergie?

Es gibt eine Vielzahl von Lebensmittelallergien. Wir möchten auf dieser Seite allen Kunden und auch Interessierten, die unter Allergien leiden, Informationen zu unseren Backwaren geben. Wer sich für ein ganz bestimmtes Produkt interessiert und wissen möchte, ob dieses Allergene enthält, wird hier fündig. Weitere Fragen beantworten wir sehr gern telefonisch unter 0551-790050. Zögere nicht, sondern ruf uns einfach an. Wir beißen nicht! :-)

 

Die am häufigsten auftretenden Allergien im Zusammenhang mit Backwaren sind:

  1. Milch-Allergie
  2. Backmittel-Allergie
  3. Jodsalz
  4. Zöliakie (Sprue)

1. Milch-Allergie

Küster-Produkte, die bedenkenlos bei Milch-, Milchzucker- oder Milcheiweiß-Allergie verzehrt werden können:

Brotsorten:



Brötchensorten:


Landbrot, Krustenbrot, Gersterbrot, Pikkolobrot, Vollkornbrot, Dreikornbrot, Mehrkornbrot, Wurzelbrot, Sonnenblumenbrot, Roggenbrot, Vitalbrot, Finnenbrot, Roggenstange, Zwiebelstange


Kärntener, Passauer, Mehrkornbrötchen, Groner Brötchen, Vollkornbrötchen, KÜSTER's Multikorn, Mohnbrötchen, Sesambrötchen, Baguettebrötchen.



2. Backmittel-Allergie

Küster-Produkte ohne jeglichen Zusatz von Backmitteln:

Brotsorten:



Brötchensorten:



Feingebäck:


Kuchen:

Landbrot, Krustenbrot, Gersterbrot, Pikkolobrot, Vollkornbrot, Dreikornbrot, Mehrkornbrot, Wurzelbrot, Sonnenblumenbrot, Roggenbrot, Vitalbrot, Adria-Brot, Finnenbrot, Roggenstange, Zwiebelstange


Mehrkornbrötchen, Vollkornbrötchen, KÜSTER's Multikorn, Käsebrötchen, Milchbrötchen, Rosinenbrötchen, Croissants, Schinkenkäse-Croissants, Kornspitz, Laugenstangen, Laugenbrötchen


Apfeltaschen, Nusshörnchen, Marzipanschleifen, Quarktaschen, Hefeteile mit Mohn, Pudding und Streusel


Buttersahnekuchen, Butterapfelkuchen, Bienenstich, Streuselkuchen, Fruchtjoghurt, Eierlikörsahne, Eierschecke, Mandarinensahne, Schmantkuchen, Schwarzwälder Kirsch-Sahne



3. Jodsalz

Da es Menschen gibt, die eine Überversorgung an Jod haben und zusätzliche Aufnahme durch Jodsalz vermeiden sollen, sei hier erwähnt, dass wir alle unsere KÜSTER-Produkte mit jodiertem Speisesalz herstellen.


Nach Rücksprache mit mehreren Ärzten wurde uns glaubhaft versichert, dass der in Speisen befindliche Jod-Anteil nur sehr gering und somit nach menschlichem Ermessen nicht schädigend ist, wenn diese Speisen - oder in diesem Fall auch unsere Backwaren - nicht in ungewöhnlich großen Mengen verzehrt werden.


4. Zöliakie (Sprue)

Die Zöliakie ist eine Allergie gegen das im Mehl enthaltene Klebereiweiß (Gluten). Da diese Allergie in den häufigsten Fällen schon durch kleine Mengen Gluten beeinflusst wird, müsste ein Gebäck für einen Allergiker abgeschirmt von der üblichen Produktion hergestellt werden, da allein durch den in der Backstube auftretenden Mehlstaub dieses Klebereiweiß auf oder in diese Gebäcke gelangen würde. Da wir keinen solch abgeschirmten Bereich garantieren können, haben wir uns dazu entschlossen, keine Produkte mit glutenfreiem Mehl herzustellen. Denn wir machen etwas entweder richtig gut, oder wir lassen die Finger davon.

Krankheitsbild

Die Sprue ist eine Erkrankung der Dünndarmschleimhaut, die durch eine Überempfindlichkeit gegenüber Getreidebestandteilen ausgelöst wird. In den bei uns herkömmlichen Getreidesorten Weizen, Roggen, Hafer und Gerste kommen sogenannte Kleberproteine (Gluten) vor, die dem Mehl die eigentliche Backfähigkeit geben. Dieses Gluten bewirkt bei Sprue-Kranken eine fortschreitende Abnahme (Atrophie) der Dünndarmzotten und der in ihnen vorhandenen Verdauungsenzyme. Die Folge ist eine unzureichende Aufspaltung (Maldigestion) der Nahrung und eine mangelhafte Aufnahme (Malabsorption) der Nährstoffe aus dem Darm ins Blut. Typische Symptome der unverdauten Nahrung sind starke, unangenehm riechende Durchfälle mit hoher Fettausscheidung (Steatorrhö), ein aufgeblähter Bauch (Meteorismus) und Gewichtsverlust. Im Kindesalter nennt man das entsprechende Krankheitsbild Zöliakie, wobei die betroffenen Kinder zusätzlich häufig Muskelschwäche und Mißlaunigkeit zeigen.


Ähnliche Symptome gibt es zum Beispiel auch bei Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse, bei Kuhmilchunverträglichkeit oder bei Darminfektionen. Die Häufigkeit der Sprue/Zöliakie liegt etwa bei einem Erkrankten auf 1000 Einwohner und betrifft öfters Frauen. Unter einer konsequenten glutenfreien Diät, die lebenslang eingehalten werden muß, ist in 90% der Fälle ein beschwerdefreies Leben möglich.

Diagnose

Durch die Anwendung verschiedener Untersuchungsverfahren kann die Sprue/Zöliakie sicher festgestellt werden. Einen ersten wichtigen Anhaltspunkt kann ein Dünndarmfunktionstest ergeben, bei dem die Aufnahmefähigkeit des Darmes überprüft wird. Dabei muß der Erkrankte eine Lösung mit Lactose oder Xylose zu sich nehmen. Anschließend werden in zeitlichen Abständen Blut oder auch Atemgase gewonnen und die Konzentration der verabreichten Substanzen bestimmt. Wenn man im Blut bestimmte Antikörper nachweisen kann, ist dies ebenso richtungsweisend. Unverzichtbar ist aber auch eine Begutachtung des Darmes und die Entnahme von Gewebeproben. Bei Vorliegen einer Sprue/Zöliakie ist eine starke Schleimhautveränderung und eine Abnahme der Dünndarmzotten zu erkennen. Bei Säuglingen ist vor allem die Vorgeschichte für die Erkrankungsfindung von Bedeutung. Sehr verdächtig sind Hinweise auf schwere Durchfälle, auf verzögerte Entwicklung und auf eine innere Unruhe seit Beginn der Breizufütterung.

Krankheitsverlauf

Der Zeitraum vom Beginn der ersten Symptome bis zur eigentlichen Diagnose der Sprue/Zöliakie ist sehr variabel. Er reicht von wenigen Monaten bis zu 30 Jahren. Oftmals sind die Beschwerden erst im Erwachsenenalter voll ausgeprägt. Bei anhaltender Zufuhr von glutenhaltiger Nahrung kommt es dann zur völligen Reduzierung der funktionstüchtigen Darmschleimhaut. Möglicherweise führen nicht die Verdauungsprobleme zum ersten Arztbesuch, sondern die Beschwerden, die durch die mangelhafte Nährstoff- und Vitaminaufnahme des Darmes zustande kommen. Bleibt die Sprue/Zöliakie unerkannt, führt bei Kleinkindern ein Vitamin-D-Mangel zur Rachitis. Heranwachsende bleiben wegen der möglichen Unterernährung im Wachstum zurück und die Pubertät ist verzögert. Ungenügende Eisenaufnahme führt zu Blutarmut, Vitamin-K-Mangel zu Beeinträchtigungen der Wundheilung und Vitamin-A-Mangel zu Sehstörungen.


Durch eine glutenfreie Diät sind alle diese Störungen weitgehend wieder rückgängig zu machen. Nur in seltenen Fällen entwickelt sich eine sogenannte Kollagensprue, die schwer zu therapieren ist und eine schlechte Prognose hat. Bleibt die Sprue/Zöliakie unbehandelt, ist die Wahrscheinlichkeit für die Entstehung bösartiger Lymphknotenvergrößerungen deutlich erhöht.

Therapie

Die Therapie besteht in einer lebenslang durchgeführten glutenfreien Diät unter Vermeidung von Getreidesorten wie Weizen, Gerste, Hafer und Roggen. Erlaubt sind beispielsweise Nahrungsmittel aus Reis, Mais, Hirse oder Soja. Zu Beginn der Behandlung müssen eventuell zusätzlich Vitamine und Eisen zugeführt werden. In etwa 90% der Fälle stellt sich dann nach einigen Wochen eine deutliche Besserung der Symptome ein und ermöglicht ein beschwerdefreies Leben. Bei den wenigen Erkrankten, bei denen ein Glutenentzug keinen Erfolg erbringt, wird mit Kortisonpräparaten versucht, die Krankheit zu lindern.

Ursache

Die Entstehung der Sprue/Zöliakie ist noch nicht restlos geklärt. Man geht aber davon aus, daß eine gestörte Immunreaktion auf die Kleberproteine zu dem Rückgang der Dünndarmzotten führt. Da die Sprue familiär gehäuft vorkommt und vermehrt bei Menschen mit dem HLA-B8-Gen auftritt, ist eine erbliche Veranlagung sehr wahrscheinlich.

Vorbeugung

Aufgrund der noch nicht eindeutig erwiesenen Ursachen sind keine konkreten Vorbeugemaßnahmen möglich. Neuere Studien zeigen einen Rückgang der Erkrankung, der möglicherweise auf einer erst im späteren Säuglingsalter begonnenen Verfütterung von getreidehaltiger Nahrung beruhen soll.